Die passende Kreditkarte für jeden Anspruch finden

Meist ist es nur eine Frage der Zeit, bis akuter Bedarf an einer Kreditkarte besteht. Wer z.B. Urlaub im Ausland machen will oder einen Pkw mieten möchte, kommt um dieses praktische Zahlungsmittel einfach nicht herum. Jedoch fällt es den Menschen nicht immer leicht, sich zu entscheiden. Kein Wunder, schließlich ist die Auswahl am Markt sehr groß und zugleich bestehen zwischen den einzelnen Karten ganz erhebliche Konditionsunterschiede. Eine gezielte Auswahl ist deshalb anzuraten.

Arten verschiedener Kreditkarten vorgestellt

Es fängt bereits damit an, dass die Banken und Kreditkartengesellschaften unterschiedliche Karten anbieten. Zunächst ein Überblick der wesentlichen Arten von Kreditkarten.

Die Prepaid Kreditkarte

Die Prepaid Variante basiert auf einem simplen Prinzip. Es sieht vor, dass der Karteninhaber eine Zahlung nur tätigen kann, wenn seine Karte ausreichend gedeckt ist. Sie arbeitet auf Guthabenbasis, d.h. zuvor muss erst ein Betrag eingezahlt werden. Der Vorteil ist eine ausgesprochene Kostenkontrolle. Zudem spielt die Bonität nahezu keine Rolle, d.h. Prepaid Kreditkarten sind für fast jedermann zugänglich. Inzwischen gibt es sogar welche für Kinder und Jugendliche.

Die Charge Karte

Hierbei handelt es sich um die Art von Kreditkarte, die speziell in Europa am meisten verbreitet ist. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass es keine echte Kreditfunktion gibt. Die Karte ist zwar an einen Verfügungsrahmen gekoppelt, jedoch werden die summierten Zahlungen am Ende einer bestimmten Frist (meist nach ca. 6-8 Wochen) vom Girokonto des Karteninhabers eingezogen. Der Vorteil ist, dass während dieses Zeitraums keinerlei Zinsen anfallen, d.h. die eigentliche Kartennutzung ist überraschend günstig.

Die Debit Karte

Streng genommen ist die Debit Karte keine echte Kreditkarte. Beispiele sind EC- und Maestro Karten. Sie gestatten es, in Geschäften bargeldlos zu bezahlen oder auch Bargeld am Bankomaten abzuheben. Allerdings werden die einzelnen Beträge nicht erst aufsummiert, sondern immer sofort vom Konto eingezogen. Außerdem ist die Nutzung stark auf den europäischen Raum eingeschränkt, außerhalb Europas werden die hiesigen Debit Karten nur ganz selten akzeptiert.

Welchem Anbieter soll ich vertrauen?

Es gibt weitaus mehr Kreditkartengesellschaften, als es den meisten Menschen bewusst ist. Doch auf internationaler Ebene haben sich bislang nur vier Anbieter wirklich etabliert. Da wären zunächst American Express und Diners Club, die primär Karten mit echtem Kreditrahmen anbieten. Für Kunden bedeutet dies, dass eine Rückzahlung in Raten möglich ist, dafür allerdings Zinskosten anfallen.

Da in Europa und insbesondere in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) überwiegend Charge Karten genutzt werden, geben Mastercard und Visa den Ton an. Beide Kreditkartengesellschaften sind in diesem Geschäftsfeld stark vertreten und warten mit attraktiven Lösungen auf. Zudem gelten sie bei der weltweiten Kreditkartenakzeptanz als führend. Angesichts dieser besonderen Merkmale kann allen Interessenten nur dazu geraten werden, sich vorrangig auf Mastercard oder Visa zu konzentrieren. Welche der beiden Gesellschaften nun besser ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Letztlich sind sie ziemlich gleichwertig, weshalb es meist am besten ist, sich auf Basis der gebotenen Konditionen zu entscheiden.

Gebühren im Überblick

Die Nutzung einer Kreditkarte ist nicht immer kostenfrei möglich, im Regelfall werden kleinere Gebühren fällig. Diese lassen sich in Grundgebühren und Nutzungsgebühren unterteilen.

Grundgebühren der Kreditkarte

Die meisten Kreditkarten sind an eine Grundgebühr gekoppelt, die üblicherweise in Form einer Jahresgebühr eingezogen wird. Die Kostenunterschiede sind stark ausgeprägt, einige Karten sind kostenfrei, andere kosten ca. 20 Euro pro Jahr, die Premium-Karten auch mal 100 Euro Jahresgebühr oder mehr.

Im Allgemeinen gilt: Je höher die Jahresgebühr, desto mehr Zusatzleistungen sind enthalten. Ob es sich lohnt, diese Gebühren zu zahlen, ist vom gebotenen Nutzen abhängig zu machen. Außerdem sollte man wissen, dass bei vielen Karten die Jahresgebühren erstattet werden, sofern der Inhaber innerhalb des Zeitraums von einem Jahr einen bestimmten Mindestumsatz tätigt. So können sich die Gebühren dann ganz schnell wieder relativieren.

Ein Blick auf die Nutzungsgebühren

Normalerweise bleibt es nicht bei den Jahresgebühren, auch die Nutzung kann an Kosten gekoppelt sein. Gewöhnliche Transaktionen, wie z.B. beim Bezahlen in Ladengeschäften oder in Onlineshops sind meist kostenfrei. Dies ändert sich, wenn die Abrechnung in Fremdwährungen erfolgt. Dann wird ein kleiner prozentualer Anteil abgezogen. Zugleich können Gebühren fällig werden, wenn Abhebungen am Bankomaten erfolgen. Ob dies der Fall ist, hängt wiederum von der jeweiligen Kreditkarte ab.

Kreditkarten für Menschen mit Anspruch

Wie schon angedeutet wurde, beinhalten die einzelnen Karten ganz unterschiedliche Leistungen. Am oberen Ende der Skala befinden sich die sogenannten Premium-Kreditkarten. Sie sind an vergleichsweise hohe Jahresgebühren gekoppelt, haben aber im Gegenzug eine Menge zu bieten. Ganz typisch sind Versicherungen aus dem Reisebereich, wie z.B. die Reisekostenrücktrittversicherung. Ebenso sind Bonusprogramme verbreitet, die es beispielsweise gestatten, Flugmeilen zu sammeln.

Ob sich lohnt, eine Goldkarte oder ähnliche Premium-Kreditkarte zu beantragen, hängt ganz von den persönlichen Bedürfnissen ab. Pauschal lässt sich sagen: Je mehr eine Person reist und je häufiger sie mit ihrer Kreditkarte bezahlt, desto eher macht sich eine Premium-Lösung bezahlt.

Empfehlung

Welche Kreditkarte am besten ist, hängt ausschließlich von den persönlichen Bedürfnissen und Ansprüchen ab. Fakt ist, dass die Leistungen und Gebühren je nach Karte stark schwanken. Deshalb ist es umso entscheidender, keine voreilige Wahl zu treffen, sondern sich gut am Markt umzusehen. Wer sich diese Zeit nimmt, wird garantiert die richtige Kreditkarte finden.

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